Wie ich zum Investieren gekommen bin? | The Story Teil 1

Mit diesem Beitrag will ich euch einen kleinen Einblick in mein Leben geben. Ich will euch erzählen, wie ich zum Investieren gekommen bin und warum ich das mache.

Ich schreibe das hier nicht, weil ich mich als krassen Investor profilieren will oder euch erzählen will wie ich das Rad neu erfunden habe. Sondern aus folgendem Grund. Ich habe mich in mein früheres Ich zurückversetzt und mir überlegt, was ich zu meinen Anfängen gerne gelesen hätte. Und zwar, wollte ich am Anfang nicht direkt wissen, was man für steuerliche Vorteile beim Kauf einer denkmalgeschützten Immobilien hat, was man bei Terminkontrakten beachten muss, ja sogar was die sind.

Am Anfang habe ich mich mehr darüber interessiert, wie Leute mit dem Investieren angefangen haben oder warum sie das machen. Die persönlichen und emotionalen Informationen sind am Anfang viel interessanter und einfacher zu verstehen. Die fachlichen Informationen kommen später von ganz alleine.

Das erste Mal, dass ich mir aktiv Gedanken gemacht habe über das Investieren und meine Zukunft, war während meines Studiums. Vor meinem Studium habe ich mir über Geld keine Gedanken gemacht. Alles, was ich über hatte, kam direkt auf mein Sparkonto und wurde nur benutzt, wenn ich mir teurere Sachen kaufen wollte. Geld war für mich nur ein Mittel um Xbox Spiele zu kaufen, mit Freunden in Kino zu gehen oder für die Eltern Geschenke zu kaufen. Die restlichen Einkäufe haben natürlich meine Eltern übernommen.

Das hat sich alles geändert, seit dem Moment, wo ich aus meinem Elternhaus ausgezogen bin und auf einmal auf mich alleine gestellt war. Plötzlich hatte ich monatlich einen bestimmten Betrag, mit dem ich alles Bezahlen musste. Den ich mir so aufteilen musste, dass ich noch am Monatsende mir was zum Essen kaufen konnte. Ich habe zum ersten Mal den Umgang mit Geld gelernt. Ich weiß das klingt jetzt lächerlich, aber es war schon eine gewisse Umstellung.

Und so kamen auch schnell die ersten Gedanken. Benutzt man Geld nur zum Kaufen? Kann man nicht was sinnvolleres damit machen? Wie schaffe ich es mir für die Zukunft ein kleines Vermögen aufzubauen? Als ich diese Gedanken bekommen habe, saß ich teilweise Nächte lang und habe mir verschieden Möglichkeiten durchgelesen, wie man Geld anlegen kann. Ich habe mir Stunden lang verschiedene YouTube Videos angeshaut, um immer tiefer in die Welt des Investierens einzutauchen. Ich habe mich zu bombardiert mit den ganzen neuen Fachwörtern und den Möglichkeiten wie man Geld anlegen und verdienen kann. Ich habe angefangen mir Bücher über Aktien, Immobilien, Kryptos, etc. zu kaufen. 

über das investieren nachdenken

Das Lustige war, dass ich versucht habe über alle Themen so viel zu wissen wie möglich, aber tief im Inneren nicht wusste, warum ich das alles mache. Und so habe ich mir das erste Mal klare Gedanken gemacht, warum ich das mache und was meine Ziele sind. So kam ich auf den Gedanken mir den „normalen“ Lebensverlauf eines Menschen aufzuschreiben und mir zu überlegen an welchen Stellen ich was optimieren will oder mir Sorgen machen sollte. 

Folgenden Verlauf habe ich mir vorgestellt: 

  • Als Kind macht man sich über nichts Sorgen oder sollte es zu mindestens nicht.
  • Als Student genießt man die erste Freiheiten und denkt nur ans Studium, Freunde, Feiern und an Urlaub.
  • Als Erwachsener muss man das erste Mal arbeiten gehen und hoffen, dass man das tut, was einem Spaß macht. Man ist auf seinen Job angewiesen und wartet nur die Zeit ab bis man in Rente gehen kann. 
  • Irgendwann mit 67 (oder in meinem Fall wahrscheinlich mit 80) kommt man in Rente und muss zu sehen wie man über die Runden kommt. 

An meinen Vorstellungen haben mich drei Sachen gestört und ich habe mir folgende Fragen gestellt:

Nummer 1: Muss man auf seinen Job angewiesen sein? Kann man nicht irgendwie sich persönlich eine gewisse Freiheit ermöglichen?

Nummer 2: Muss ich mir vom Staat sagen lassen, wann ich in Rente gehen kann? Sollte ich nicht entscheiden, wie lange ich spaß an der Arbeit habe?

Nummer 3: Wer garantiert mir, dass ich auch wirklich meine Rente kriege? Wenn man sich den demographischen Wandel anschaut, ist das eine gerechtfertigte Frage.

Nach diesen Fragen wusste ich endlich warum ich das machen sollte, ich wollte mir Freiheit erarbeiten und mich nicht von Arbeitgebern oder dem Staat abhängig machen. Ich wollte auch nicht zu diesen Rentnern gehören, die Jahre lang hart arbeiten mussten, um am Ende in Armut zu leben. Ich wollte mehr im Leben. Aber nicht Geld oder Macht, sondern ich wollte mir durch Freiheit ein schönes Leben ermöglichen.

freiheit

Ich habe die Lösung im Investieren gefunden, sowohl finanziell als auch persönlich. Das Investieren in sich selbst durch Bücher lesen, auf Seminaren gehen, Leute kennenlernen, die das geschafft haben was ich erreichen will, sehe ich auch als Investment. Und so habe ich mich entschlossen mehr Zeit und Geld in mich und meine Zukunft zu investieren. Ich bin gespannt, wo mich dieser Weg hinführt.

Check auch meinen zweiten Teil zu diesem Beitrag „Wie ich als Student investiere?| The Story, Teil 2“

Ich bin aber auch total gespannt, ob Ihr an einem Punkt in Eurem Leben ähnliche Gedanken hattet. Was war bei Euch die Motivation, um mit dem Investieren anzufangen? Was waren und sind Eure Ziele? Schreibt es unten in die Kommentare. So kann jeder von jedem lernen!

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1 Gedanke zu “Wie ich zum Investieren gekommen bin? | The Story Teil 1”

  1. Hallo Alex, ich bin geburtiger Oldenburger und vor drei Jahren auch dorthin zuruckgezogen, nachdem ich 10 Jahre in den USA, der Schweiz und zum Schluss in Frankfurt gelebt habe. Im letzten Jahre habe ich ein Buch veroffentlicht „Einfach Investieren – Grundlagen des Value Investing“ und Anfang des Jahres habe ich mich mit einer kleinen Beteiligungsgesellschaft, die den Prinzipen des Value Investing folgt, selbststandig gemacht. Zum Thema Aktien bin ich uber den Kuchentisch gekommen bzw. uber meinen Vater, der als Unternehmer, sehr aktienaffin ist.

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